Für viele Berliner Unternehmen mit Fuhrpark gehören Kraftstoffkosten zu den größten laufenden Betriebsausgaben – und gleichzeitig zu den am wenigsten optimierten. Außendienstmitarbeiter zahlen bar oder mit privater Karte, sammeln Belege, reichen sie ein, die Buchhaltung tippt manuell. Das kostet Zeit, erzeugt Fehler und lässt bares Geld auf der Straße liegen.Kraftstoffkosten machen oft ein Drittel der Gesamtkosten eines Fuhrparks aus. Ein Einsparpotenzial von 10 bis 15 Prozent ist in fast jedem Fuhrpark durch optimierte Prozesse realisierbar. Der einfachste erste Schritt: eine Tankkarte.
Was eine Tankkarte für Firmenkunden leistet
Eine Tankkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel für Kraftstoffe, das an allen für die Karte zertifizierten Tankstellen eingesetzt werden kann. Statt einzelne Tankbelege für die Buchhaltung zu sammeln, erhalten Unternehmen eine monatliche Rechnung, die sämtliche Tankvorgänge des gesamten Fuhrparks umfasst.
Durch die Nutzung von Tankkarten erhalten Unternehmen Zugriff auf ein Netz von Tankstellen mit Vorzugspreisen oder Nachlässen. Zudem entfällt das mühsame Sammeln von Einzelbelegen, was die Verwaltungskosten senkt. Preisvergleiche in Echtzeit zeigen den Fahrern die günstigsten Tankstellen entlang der geplanten Route an – Unterschiede von 5 bis 10 Cent pro Liter sind keine Seltenheit.
Für Berliner Betriebe, deren Fahrer täglich in der Stadt und im Umland unterwegs sind, summiert sich das schnell.
Kostenkontrolle in Echtzeit
Tankkarten für Firmen sind nicht nur ein praktisches Zahlungsmittel an Tankstellen, sondern auch ein effizientes Instrument zur Kostenkontrolle im Fuhrparkmanagement. Die Integration von Tank- und Ladekarten in die betriebliche Flottenmanagement-Strategie ermöglicht nicht nur eine transparente Abrechnung, sondern auch die Möglichkeit, das Fahrverhalten der Mitarbeitenden zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu ergreifen.
Digitale Tankbelege lassen sich mit den GPS-Daten des Fahrzeugs abgleichen. So wird sichergestellt, dass die getankte Menge auch tatsächlich im Tank des Firmenwagens gelandet ist – Betrugsprävention inklusive.
Wer nicht weiß, was sein Fuhrpark verbraucht, kann nicht gegensteuern. Tankkarten schaffen die Datenbasis für genau diese Entscheidungen – und liefern sie automatisch, ohne manuelle Auswertungen.
Markengebunden oder markenunabhängig?
Bei der Auswahl der Tankkarte stellt sich für Berliner Betriebe eine praktische Frage: Welche Tankstellen liegen auf den tatsächlichen Fahrrouten der Mitarbeiter?
Laut einer aktuellen Dataforce-Studie nutzen drei von vier Fuhrparks in Deutschland eine Tankkarte zur Kraftstoffabrechnung. Zu den beliebtesten Anbietern zählen aktuell DKV, Aral, UTA, euroShell und TotalEnergies.
Eine markenübergreifende Tankkarte ermöglicht es dem Nutzer, an jeder Tankstelle unabhängig von der Marke Kraftstoff zu kaufen. Das bedeutet mehr Flexibilität bei der Wahl der Tankstelle. Gerade in Berlin, wo Fahrten oft quer durch die Stadt führen und kein Umweg zur Lieblingstankstelle eingeplant wird, ist das ein echter Vorteil.
Elektromobilität mitdenken
Mit wachsendem Anteil an Elektrofahrzeugen in Firmenflotten reicht die klassische Tankkarte nicht mehr aus – Ladekarten und digitale Hybridlösungen, die Tanken und Laden auf einer einzigen Karte vereinen, gewinnen an Bedeutung.
Berliner Betriebe, die heute in Flottenmanagement investieren, sollten diesen Punkt von Anfang an berücksichtigen: Ein Anbieter, der heute Tankkarten und morgen Ladekarten aus einer Hand liefert, erspart den späteren Systemwechsel.
Fazit: Klein anfangen, groß sparen
Eine Tankkarte lohnt sich oft schon bei kleineren Unternehmen oder kleinen Flotten. Tankkarten gelten zudem als Form der Mitarbeitermotivation und ermöglichen die praktische Handhabung für das Auftanken von Poolfahrzeugen.
Wer als Berliner Betrieb heute noch auf Barzahlung und manuelle Belegverwaltung setzt, zahlt doppelt: einmal an der Zapfsäule und einmal in der Buchhaltung.


